
Die Synchronisation von Werken
Was ist das ?
Das Kaschieren ist eine Stabilisierungsmaßnahme, die angewendet wird, wenn der Träger zu fragil ist, um ihn ohne Risiko zu handhaben. Dabei wird ein Verstärkungspapier, meist japanisches Papier, mit einem reversiblen Konservierungskleber auf die Rückseite des Dokuments aufgebracht.
Papierrestaurierung
Bei der Papierrestaurierung bezeichnet Kaschierung das Aufbringen einer dünnen, stabilen Trägerschicht auf das gesamte Dokument oder Teile davon, um dessen Festigkeit wiederherzustellen. Diese Technik kommt zum Einsatz, wenn das Papier durch mehrere Risse, allgemeine Ausdünnung, erhebliche Fehlstellen oder strukturelle Fragilität, die die Handhabung gefährlich macht, seine Widerstandsfähigkeit verloren hat. Das Prinzip ist einfach: verstärken, ohne zu verdecken; stabilisieren, ohne zu verändern; und die Lesbarkeit und physische Unversehrtheit des Werkes so weit wie möglich erhalten.
Das Kaschieren ist niemals ein automatischer Vorgang. Es erfolgt nach sorgfältiger Prüfung des Zustands des Dokuments, da ein Dokument manchmal durch lokale Reparaturen gestärkt werden kann, ohne dass eine Verstärkung der gesamten Oberfläche erforderlich ist. Konservierungsrichtlinien betonen zudem, dass das Kaschieren nur dann erfolgen sollte, wenn die Fragilität des Papiers und das Ausmaß der Beschädigung dies unbedingt notwendig machen.


Zeitungen aus dem Jahr 1961 vor und nach der Synchronisation
Werk erstellt von © Carole Jeanneret im Jahr 2016
Technisches Prinzip
Die traditionelle Methode beruht auf der Verwendung eines sehr dünnen japanischen Kaschierungspapiers, dessen Stärke sich nach dem Gewicht des Originaldokuments, seiner mechanischen Festigkeit und dem gewünschten Grad an optischer Diskretion richtet. Dieses Papier wird mit einem reversiblen Klebstoff, in der Regel auf Stärkebasis oder Methylhydroxyethylcellulose (bekannt als „Tylose“), verwendet, sodass der Vorgang bei Bedarf später überarbeitet oder vereinfacht werden kann. Die Materialwahl ist entscheidend, da eine zu schwere, zu starre oder zu undurchsichtige Kaschierung das Erscheinungsbild und die Eigenschaften des Dokuments beeinträchtigen kann.
Vor dem Anbringen der Verstärkung reinigt, glättet und repariert der Restaurator üblicherweise den Untergrund und füllt Lücken, da eine Auskleidung auf einem noch instabilen Untergrund wirkungslos wäre. Die Auskleidung dient dann als flexibles Gerüst, das Spannungen verteilt und das Risiko weiterer Risse bei der Handhabung verringert.
Durchführung
Das Dokument kann je nach Zustand, Format und Tintenart manuell oder maschinell kaschiert werden. Bei der manuellen Methode wird das Kaschierungspapier nach dem Leimen des Dokuments aufgebracht, gegebenenfalls auf einem Vakuumtisch, um die Haftung und den Kontakt zwischen den Lagen zu verbessern. Anschließend kann eine Presse verwendet werden, um ein gleichmäßiges Trocknen und den Zusammenhalt der Konstruktion zu gewährleisten.
In manchen Fällen wird die Verstärkung nur auf einer Seite des Dokuments angebracht, insbesondere wenn der Schaden lokal begrenzt ist oder die Rückseite lesbar bleiben muss. Bei beidseitig bedruckten Werken kann der Restaurator eine extrem dünne Verstärkung wählen, um die optische Beeinträchtigung zu minimieren und die Transparenz oder Lesbarkeit des Bildträgers bestmöglich zu erhalten.
Naturschutzinteresse
Der Hauptvorteil des Kaschierens besteht darin, dass das Dokument dadurch wieder verwendbar wird, ohne es übermäßig zu belasten. Es handelt sich um ein Konsolidierungsverfahren, das die mechanische Widerstandsfähigkeit verbessert, Fragmente fixiert und die Lebensdauer des Objekts verlängert. In der Konservierung schriftlicher Kulturgüter ist diese Technik besonders nützlich für sehr fragile Blätter, Plakate, Karten, Pläne oder unvollständige Dokumente.
Eine Auskleidung kann auch andere Behandlungen ergänzen, wie z. B. die Reparatur von Rissen oder das Auffüllen von Lücken. Sie ersetzt jedoch keine gründliche Voruntersuchung: Je nach Fall kann eine lokale Verstärkung ausreichen, während in anderen Fällen eine vollständige Auskleidung notwendig ist, um Gewebeverlust bei geringsten Bewegungen zu verhindern.
Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Wie jede Restaurierungsmaßnahme hat auch das Kaschieren seine Grenzen. Es kann die Dicke, Flexibilität oder Oberflächenbeschaffenheit des Dokuments verändern und muss daher so konzipiert sein, dass es minimal und reversibel ist. Die Wahl des Klebstoffs, des Verstärkungspapiers und der Applikationsmethode hängt zudem von der Empfindlichkeit der Tinten, dem Vorhandensein von Dekorationselementen und dem endgültigen Verwendungszweck des Dokuments ab.
Es ist außerdem wichtig, das Überspielen von anderen ähnlichen Techniken wie dem Aufteilen oder bestimmten mechanischen Überspielverfahren zu unterscheiden, die nicht für alle Dokumentarten geeignet sind und Sicherheits- oder konservatorische Bedenken aufwerfen können. Der allgemeine Grundsatz bleibt jedoch derselbe: so wenig wie möglich einzugreifen, aber ausreichend, um die langfristige Stabilität des Werkes zu gewährleisten.
Intérêt conservatoire
L’intérêt principal du doublage est de rendre de nouveau le document manipulable sans le soumettre à des contraintes excessives. Il s’agit d’une intervention de consolidation qui améliore la résistance mécanique, maintient les fragments en place et prolonge la vie matérielle de l’objet. Dans la conservation du patrimoine écrit, cette technique est particulièrement utile pour les feuillets très fragiles, les affiches, les cartes, les plans ou les documents lacunaires.
Le doublage permet aussi de compléter d’autres traitements, comme les réparations de déchirures ou le comblage des manques. Il ne remplace pas une bonne évaluation préalable: selon le cas, un renforcement localisé peut suffire, tandis que dans d’autres situations un doublage complet est nécessaire pour éviter une perte de substance au moindre geste.
Limites et précautions
Comme toute intervention de restauration, le doublage comporte des limites. Il peut modifier l’épaisseur, la souplesse ou l’aspect de surface du document, et il doit donc être pensé de façon minimale et réversible. Le choix de la colle, du papier de renfort et de la méthode d’application dépend aussi de la sensibilité des encres, de la présence d’éléments décoratifs, et de la destination finale du document.
Il faut aussi distinguer le doublage d’autres techniques proches, comme le clivage ou certains doublages mécaniques, qui ne sont pas adaptés à tous les types de documents et peuvent poser des questions de sécurité ou d’éthique de conservation. Le principe général reste le même: intervenir le moins possible, mais assez pour stabiliser durablement l’œuvre.
